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Die 16 Perso"nlichkeitstypen

  Balzac

   






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Alisa Yasnaya, Oleg Khrulev

Balzac
Der intuitiv-logische Introvertierte (irrationell, INTP)

Honore de Balzac (1799 - 1850) - der franzosische Schriftsteller ("Tolldreiste Geschichten", "Die Menschliche Komodie")

1. Ein fantasievoller Mensch. Ein INTp besitzt eine starke intellektuelle Einbildungskraft. So schuf Honore de Balzac in "Die Menschliche Komodie" Portrats von 2000 Menschen, die er lebendiger dargestellt hat als es die wahren Menschen je sein konnten. "Ihn kann man vielleicht mit einem Kontrolleur einer Stadtverwaltung vergleichen", schrieb uber ihn sein franzosischer Schriftsteller-Kollege Andre Maurois. Ein "Balzac" uberrascht durch die Genauigkeit der wahrgenommen und dargestellten Einzelheiten. Genauso frappierend ist die phantasmagorische Welt, wie man sie etwa bei dem kolumbianischen Erzahler Gabriel Garcia Marquez, einem Vertreter des so genannten Magischen Realismus, findet. Dank dieser Eigenschaft sieht ein INTp weit in die Zukunft hinein, indem er aus einzelnen Handlungen von Menschen ein gleichsam funktionierendes Modell zusammensetzt. Ein "Balzac" wei? uberhaupt alles im voraus. Hatte er vor einer drohenden Gefahr oder anderen Unannehmlichkeit nicht gewarnt - die Erfolge interessieren ihn weniger -, wurde er sich als ein uberflussiger und nutzloser Mensch vorkommen.

2.Pastorale Gelassenheit. Fast nie zeigt ein INTp Emotionen, sondern er schutzt vielmehr seine Familie und Freunde vor ihnen; denn er ist fest davon uberzeugt, dass zu starke Leidenschaften seinen Untergang bedeuten. H. de Balzac hat in seinem literarischen Werk immer wieder dargestellt, dass Leidenschaften wie eine zerstorerische Krebsgeschwulst anwachsen, die die Seelen zerfressen und schlie?lich alle ubrigen Gefuhle unterdrucken. Das trifft unmittelbar fur seinen Dual "Casar" zu, also eine hyperaktive und sich stets begeisternde Personlichkeit, die sich oft nicht mehr kontrollieren kann.

3. Ein tiefgreifender Analytiker. Fur einen "Kritiker" ist es unmoglich weiterzuleben, wenn man die Gesetze missachtet, die die Welt lenken. Wer die wirkliche Sachlage nicht berucksichtigt, lauft fur ihn seiner Katastrophe entgegen. Ein INTp zieht den Zynismus gegenuber der Heuchelei vor. Jede Situation, uber die man ihm berichtet, begreift er schnell und beginnt dann sehr bald, seinem verblufften Gesprachspartner von den Einzelheiten und Aspekten zu erzahlen, die sein Partner selbst ubersehen hatte. Seine Analyse ist dabei von jedem Selbstbetrug frei. "Das Leben ist nicht schlimmer als eine Kuche, d.h. es gibt genauso viel Gestank, aber wenn man etwas zubereiten will, so muss man seine Hande schmutzig machen; es kommt dann nur darauf an, den Schmutz gut abzuwaschen. Hierin steckt die ganze Moral unserer Epoche", sagt Vautrin, ein Charakter Balzacs, uber das Leben. Diese scheinbare Menschenfeindlichkeit kann jeden Menschen entmutigen - au?er den Dual "Casar".

4. Menschfreundlichkeit. Bei allem Negativismus ist ein "Kritiker" von seiner Natur aus ein sanfter und nachgiebiger Mensch. "Er ist vor allem gegenuber den Menschen gut" schreibt die franzosische Romanautorin George Sand uber ihren Freund Balzac, in dessen Herzensgute sie sich auskannte. Der "Kritiker" mag die starken Menschen, die ihren Weg gut kennen und die Zugestandnisse erfordern, denn diese Menschen befreien ihn von der Notwendigkeit, sich Ziele ausdenken, sodass sie selbst die von einem INTp entwickelten Handlungsweisen einsetzen konnen. Dabei ist ein "Balzac" ein gro?er Schopfer solcher Erfindungen. Ein "Kritiker" kann zwar einem Enthusiasten eine kalte Dusche verabreichen, aber er versteht es auch, Verzweifelten zu helfen, die Pech hatten, den Mut sinken lie?en oder denen das Schicksal als eine feindliche Macht ubel mitgespielt hat.

5. Geheimnisvolle Unzuganglichkeit. Eine gute Beschreibung des "Kritikers" gab eine litauische Studentin, die selbst ein "Casar" ist, als sie ihren Traumprinzen schildern sollte: "Er soll hubsch und klug sein. Seine Augen mussen gro? und traurig sein. Er soll nicht redselig sein und keine Komplimente machen, sodass er den Eindruck eines Unerreichbaren erweckt. Er wird von Dutzenden Problemen geplagt, die meines Erachtens nicht au?er Acht gelassen werden konnen. Mich ziehen seine Traurigkeit und seine Ernsthaftigkeit an. Ich bemuhe mich, ihn lustig zu machen, seine Stimmung zu heben und ihm Freude zu bereiten. Wenn auf einer Party solch ein Junge anwesend ist, so langweile ich mich nicht." Das ist die bildhafte Darstellung eines Balzac, der in seinen Gefuhlen sehr unbestandig ist, nicht zu Abenteuern neigt und den Wunsch hat, vollstandig von den Forderungen des geliebten Menschen unabhangig zu sein.

Ihr Dual/Erganzungstyp (der beste Partner in Ehe, Freundschaft, Arbeit): Casar (der Politiker) (der sensorisch-ethische Extravertierte).

© Text: I.Weisband, Handbuch fur die Sozionik, 1986.
© Uberzetzt von Igor Weisband, 1999, und Reinhard Landwehr, 2002.
© Design Alisa Yasnaya, Oleg Khrulev