Hamlet
(Der ethisch-intuitive Extravertierte, rationell, ENFJ)
Hamlet - der Prinz von Danemark und Held einer gleichnamigen Tragodie (1600/1) von William Shakespeare (1564 - 1616).
1. Dramatische Weltsicht. Hamlets zentrale Frage "Sein oder nicht sein?" wird von einem Menschen gestellt, der sich ernsthaft auf die Losung globaler Probleme konzentriert, dabei allerdings die Welt in dramatischen und oft sogar tragischen Farben malt, da er viele Unannehmlichkeiten erwartet. Sein Leitmotiv sind die vier Noten aus Beethovens Thema des Schicksals. Auch neigt ein ENFj dazu, seine personlichen Probleme ubergro? zu sehen, bevor er sie lost. Manchmal beabsichtigt er sogar, gleich der ganzen Menschheit eine Wohltat zu erweisen.
2. Ein "Schwarmer". Ein ENFj schwankt in seinen Meinungen und Absichten, er tendiert zu standigen Zweifeln und damit zur Unschlussigkeit. Manchmal wird er von seinen Mitmenschen als eine unausgeglichene, leicht reizbare Personlichkeit wahrgenommen, denn einen "Hamlet" machen beispielsweise schon beliebige unnotige Bewegungen nervos. Daher sieht und erlebt er die Welt als zu dynamisch. Der "Mentor" ergreift nicht gern die Initiative. Er stellt in seinem schwarmerischen Enthusiasmus immer die Gefuhle uber den Verstand.
3. Ein Stratege. Der "Mentor" dringt tapfer in eine Situation ein, wenn er sich mit ihr vertraut gemacht hat und wenn er alles sorgfaltig vorbereitet hat. Er zogert, uberlegt die Situation von allen Seiten, versichert sich gegen alle moglichen Unannehmlichkeiten und handelt erst dann, wenn er das Gewunschte mit Sicherheit erreichen kann. Er ist ein Stratege, der wei?, wie die Krafte zeitlich einzuteilen sind. An jede Arbeit begibt er sich ernsthaft und mit gro?er Verantwortung; denn er strebt stets danach, eine Aufgabe erfolgreich abzuschlie?en. Ein ENFj will den Sieg um jeden Preis erreichen. So fallt es ihm leichter, eine Niederlage zu erleiden als einen Kompromiss einzugehen. In Extremsituationen bleibt daher sogar von seiner ubertriebenen Vorsichtigkeit keine Spur ubrig.
4. Seine Ethik. Ein "Mentor" macht nie etwas, was er fur bose halt, und er ist daher auch gegenuber dem Fehlverhalten anderer Menschen unnachsichtig. Dabei vertritt er allerdings seine eigene Ethik, die auf Sitten, Brauche und Autoritaten keine Rucksicht nimmt. Manchmal handelt er in Fragen der Moral daher sehr unkonventionell. In jedem Falle lasst sich ein "Hamlet" von seinen ethischen Uberzeugungen leiten, die er auch hartnackig verteidigt.
5. Aufmerksamkeit gegenuber anderen. Manchmal tritt ein ENFj sogar aufdringlich und anspruchsvoll auf. Dabei hat er jedoch Mitleid mit seinen Mitmenschen und bemuht sich, ihnen in schweren Stunden zur Seite zu stehen. Seine Mitmenschen haben es mit einem "Hamlet" schwer, da ihm jede Leichtigkeit in seiner Lebensauffassung fehlt. Meistens ist er ein guter Familienvater. Seine Gefuhle gegenuber einem Partner zeigt er nicht durch eine konkrete Fursorge, sondern durch dramatische Erzahlungen und Warnungen vor drohenden Gefahren, die auf seinen Partner hinabsturzen konnen. Fur seinen Dual "Gorkij" ist das von nicht zu unterschatzender Bedeutung, weil dieser die Zukunft nicht so gut voraussehen kann. Einen "Hamlet" kann man sogar in der Nacht anrufen. Auf die Frage: "Habe ich dich geweckt?" antwortet er dann frohlich: "Ja, das schon". Ein "Dostoevskij" hingegen, der ebenfalls viel Mitleid mit Menschen haben kann, wurde trotzdem antworten: "Nein, du hast mich nicht geweckt", und zwar in einem solchen Ton, dass jeder Anrufer sofort seine Taktlosigkeit begreifen wurde.
6. Asthetik des alltagliches Lebens. Ein ENFj hat es nicht gern, wenn er bei seinen hauslichen Arbeiten von anderen beobachtet wird Ebenso wenig schatzt er es, in Anwesenheit anderer Menschen arbeiten zu mussen. Falls er es sich leisten kann, schickt er daher alle Anwesenden mit verschiedenen Auftragen weg; denn er hat gro?e Angst davor, seine Bewegungen und Handlungen konnten unasthetisch sein.
7. Arrogantes Verhalten. Ein "Hamlet" benimmt sich haufig recht hochmutig. Seine Umwelt gewinnt daher den Eindruck , dass er sich so "produziert", um sich wichtig zu machen. Dieses Verhalten steht jedoch nicht der Tatsache entgegen, dass er eine gute Fuhrungskraft ist.
Ihr Dual/Erganzungstyp (der beste Partner in Ehe, Freundschaft, Arbeit): Maxim Gorkij (der Pragmatiker, der logisch-sensorische Introvertierte).